34. Spieltag

Darmstadt. Vor Spielbeginn gleich zwei Highlights. Einmal die tolle Bewirtung vom Studentenwerk Darmstadt. Und dann dieser schöne alte Ground. Ich mag solche Stadien tausendmal lieber, als die austauschbaren Blechhütten wie z.B. in Paderborn. Wer zur Hölle braucht schon ein Dach (von der Lautstärke beim singen mal abgesehen)? Und Flutlichtmasten sind einfach göttlich.

Aber zum Fußball: Das waren anstrengende Wochen. Da gewinnt man Spiel um Spiel und hängt trotzdem unten drin, weil andere auch regelmäßig Punkten. Am Ende reicht es trotz der Niederlage in Darmstadt zwar knapp – aber die letzten Minuten waren die Hölle. Nicht nur für mich / uns – auch für die Mannschaft – wie man im Kurzfilm gut sehen kann –> Die Schlussminuten in Darmstadt.

Ich habe jetzt so viele Geschichten gelesen und gehört – und scheinbar bin ich der Einzige, der sich auch an negative Dinge erinnert. So zum Beispiel die Darmstädter Anzeigetafel. Lange keine Spielergebnisse und kurz vor Schluss auf einmal die Anzeige KSC – 1860 2-0 und Heidenheim – Aue 2-0. Sollte wohl unserer Truppe signalisieren: Gebt Ruhe, reicht so für Beide. Das dumme dabei … zu dem Zeitpunkt fiel in Heidenheim schon das 2-1. Das wurde aber nicht eingeblendet. Stattdessen weiterhin das 2-0. Zufall? Ich glaube nicht.

Und dann der Schlusspfiff. Die Darmstädter Fans stürmen den Platz. Unsere Spieler wurden fast komplett von den Jubeltrauben verschluckt. Alle feiern. Alle? Nein. Einige Kasper kamen direkt zu unserer Kurve um zu provozieren. Hier muss man John Verhoek positiv hervorheben, der sich sichtlich angepisst dafür einsetzte, dass die Penner verschwinden. Kurz danach kamen aber die ersten Darmstädter, die uns einfach nur applaudierten und sich ehrlich mit uns freuten. Als dann auch unsere Tore geöffnet wurden, habe ich echt gestaunt. Mutige Entscheidung. Gottseidank ist (fast) alles friedlich geblieben.

Und dann viel so langsam auch die Anspannung bei mir ab. Ich schlenderte durch die jubelnden Reihen. Schön Bilder habe ich wahrgenommen. Zum Beispiel Cooper auf der Bande mit einer „Good Night White Pride-Fahne“. Oder Ewald, den eine Gruppe Fans hochleben lässt. Der intensivste Moment für mich war aber eine Szene, in der Buchtmann unter den Fans Bene entdeckt und ihm über die Bande in die Arme springt.

Ich glaube, in den letzten Wochen hat sich da etwas gebildet, dass zu einem großen wachsen kann, wenn die notwendigen punktuellen Verstärkungen klappen. Aber dazu demnächst mehr. Denn auch zur Kaderplanung und der Diskussion um Schachten habe ich so meine eigenen Gedanken.

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~ von derkiesel - Mai 28, 2015.

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