Kacktore

•Dezember 17, 2014 • Schreibe einen Kommentar

Wir schreiben Minute 25 in Ingolstadt. Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß.

Schon wieder geht so ein abgefälschtes Ding rein. Das ist unglaublich. Aber bevor die Jungs das gleich noch drehen, will ich noch schnell mein Statement zu Ewald Lienen in das Blog hauen. Damit ich dann im Zweifel auch „Siehste“ sagen kann 😉

Gestern war ich natürlich erstmal sprachlos – wie so viele andere. Dachte kurz an eine gehackte Vereinsseite. Dann dachte ich daran, dass ich den Namen Lienen nach Darmstadt in den Mund genommen habe. Aber eher als komisch gemeinte Antwort auf Peter Neururer. Genauso hätte ich Werner Lorant oder Ede Geyer sagen können.

In den nächsten Stunden habe ich viel über die Kombination St. Pauli – Ewald Lienen nachgedacht. Und viel gelesen. Schlechte Witze, Vorurteile, Dummheiten, aber auch einige positive Stimmen. Ich bin ja schon etwas älter, kenne also auch den Spieler Lienen noch sehr gut. Ebenso den Trainer Lienen in den 90ern. Und ich behaupte jetzt mal (bitte nicht ganz ernst nehmen) – wäre der FCSP ein Trainer, wäre er Ewald Lienen. Mit (politischer) Meinung, Intelligent, manchmal aber zu sehr auf die eigene Welt fokussiert, ….

Was ich damit sagen will – ich glaube Ewald Lienen kann hierher passen. Ein Trainer, der in der Vergangenheit trotz guter Angebote bei seinem Verein (ja, ich weiß – war Hansa) und seiner Mannschaft geblieben ist, obwohl klar war, dass diese zum Teil verkauft wird. Und dafür dann mit dem Rausschmiss belohnt wurde. Ein Trainer, der viel Erfahrung hat. Einer, der die zweite Liga kennt und der  – wenn man den Berichten glauben kann – bestens auf den FCSP vorbereitet ist. Fraglich ist nur, wie er mit seiner manchmal doch recht knurrigen Art mit der Presselandschaft in Hamburg klar kommt. Und klar ist auch – die nächsten Monate sind für beide, Trainer wie Verein, die letzte Chance, in den nächsten Jahren im Profifussball vertreten zu sein. Scheitert die Mission, landet Lienen wieder in Südeuropa, der FCSP in der Oberliga Ost.

Positiv stimmt mich, dass zu den letzten Wechselspielen wieder nichts nach Außen gedrungen ist. Klappt die Rettung, hat sich hier in Mannschaft und Umfeld ein Team gefunden, dass in der nächsten Saison durchstartet.

Ratlos bin ich nur bei der Personalentscheidung zum Sportdirektor. Was qualifiziert Meggle dazu? Kann so einen Job tatsächlich einfach jeder übernehmen?

Aber eigentlich wollte ich über etwas ganz anderes Schreiben. Ich habe in letzter Zeit Probleme mit dem Verhalten untereinander im Block. Zuhause gehts ja noch, da kennt man sein Umfeld in der Regel aber ja auch. Auswärts mischt es sich Abseits des Mittelblocks aber ja doch immer wieder neu. Gefühlt wird es zuletzt deutlich Rücksichtsloser, Ruppiger, Unfreundlicher, Besoffener, …. Vielleicht ist es auch der sportlichen Misere geschuldet?

In Bochum erst hatte ich persönlich das Problem, zwischen die Fronten von verschiedenen Fraktionen zu kommen. Hinter mir die Gruppe „Fahne runter, sobald der Ball läuft“ und vor mir ein Einzelkämpfer „Ich gucke nicht aufs Spiel und hab die Fahne immer oben, auch bei eigener Torchance“. Ich persönlich steh da (nicht nur wie da vor Ort) irgendwie dazwischen. Beides nervte mich irgendwie, also dachte ich – sprech ich doch den Kollegen zwei Reihen vor mir mal an und bitte ihn, die Fahne nur bei eigener Ecke/100%iger Torchance ganz kurz runterzunehmen. Bei unserer Mannschaft also recht wenige Situation. Und das ganze auch ganz freundlich. Ein unbeteiligter Dritter meinte mich dann aber anpflaumen zu müssen – „was willst du hier, geh doch woanders hin, etc.“ Oft gehört – aber irgendwie noch nie an mich gerichtet. Sekunden später fiel das 1-1. Habe dadurch sogar vergessen, denjenigen nochmal anzusprechen und kurz danach in der Pause war er leider weg. Hätte gerne nochmal das Gespräch gesucht, denn die Situation hat mich echt geärgert. Und Sie ärgert mich immer noch, was man ja daran sieht, dass ich heute noch drüber schreibe.

Es ist aber nicht nur das Verhalten untereinander, wo es viel zu oft viel zu emotional zugeht. Auch das Verhalten gegenüber Spielern und (Ex-)Verantwortlichen ist zum Teil unterirdisch. Nicht nur im anonymen Internet, sondern auch auf den Rängen.

Da verwiese ich gerne auf den FCSR:

Ahoi liebe Leute,
was eine Aufregung in den letzten Tagen. Welch panische Aktionen und gegenseitige Schuld-und Versagensvorwürfe.
Natürlich die Situation ist unschön,wir alle haben Angst vor der Drittklassigkeit und keiner will absteigen, aber was teilweise in den elektronischen Medien geschrieben, angestoßen und verlautbart wurde macht uns doch wütend.

Jeder soll und darf seine Meinung über schlechte, falsche oder keine Entscheidungen äußern.Jedem steht es selbstverständlich zu, Kritik zu üben und Fehler zu benennen, aber das Abfeiern weil ein Mensch seine Aufgabe an einem Ort nicht so gestalten konnte wie man erwartet hat, völlig losgelöst wie richtig und falsch Entscheidungen in diesem Geschäft sind, losgelöst von den vielen Faktoren die man mit etwas Pech eben nicht beachten und treffen kann, ist erbärmlich. Es gibt Dinge die schreibt man nicht, die kann man denken und ist damit wenigstens nur für sich selbst ein Napfkuchen…

Danke Rachid, viel Glück bei neuen Aufgaben und herzlich Willkommen bei uns am Millerntor…jederzeit.

FCSR, 16.12.2014

Und nun bitte „Aufholjagd“. 2 Tore Ratsche.

Lautern

•November 30, 2014 • 2 Kommentare

Was man aktuell durch die Ordner_innen am nördlichsten Eingang in der GG über sich ergehen lassen muss, ist intensiver, als manche Einlasskontrolle bei Auswärtsspielen. Das habe ich in den letzten Jahren so nicht bei Heimspielen erlebt. Kontrolle der Mütze, öffnen der Jacke, intensives abtasten aller Hosentaschen bis an die Klötze ran, Blicke in Gürteltaschen, ….. Danach dann beim aufleuchten des gelben, brandmarkenden Lichtes unfreundliche Nachfragen nach dem Ausweis für die Ermässigung …. Ganz ehrlich, das kotzt mich an. Anweisungen hin oder her … warum wird das auf einmal so ernst genommen? Was kommt als nächstes? Schuhe ausziehen? Gürtel abgeben?

Dann als einer der ersten im Block kurz mit den ersten Anwesenden von Nordsupport geschnackt. Dabei stand ich ca. 5 Minuten auf den roten Stufen. Wohlgemerkt, der Block war fast leer …. da kam tatsächlich eine Ordnerin und hat mich aufgefordert, den roten Bereich zu verlassen. Das ist so unfassbar, wie wenig Gefühl für die Situation da vorhanden ist. Wie kann das sein? Haben die soviel Druck von oben, dass die Angst, Fehler zu machen, allen gesunden Menschenverstand überlagert? (Hm, wenn ich das so lese, könnte man meinen, ich schreibe schon von der Mannschaft)

Viele Ordner_innen scheinen mir sowie völlig fussballfremd zu sein. So wie gegen Braunschweig, wo komplett in blau-gelb gekleidete Menschen ernsthaft gefragt wurde, ob Sie Heim- oder Auswärtsfans sind. Traurig ist das alles. Wie sehr vermisse ich die Nordkurve und den alten Ordnungsdienst.

Aber zum Spiel: Die ersten 15 Minuten waren wie immer gut. Kennen wir jetzt. Dann der erneute Einbruch, wieder zwei dumme Tore … kannste die Uhr nach stellen. Mehr will ich über die erste Hälfte auch gar nicht nachdenken. Erwartet habe ich dann in der Pause weitere schreckliche 45 Minuten. Aber heute war in der zweiten Hälfte etwas anders. Nicht so wie in Leipzig, wo ich selbst nach dem schnellen Anschlusstreffer nie das Gefühl hatte, dass sich das Blatt wendet. Die zweite Hälfte lässt hoffen. Da wurde endlich wieder gekämpft, gefightet, aber auch gespielt. Einsatz, Leidenschaft, all das war zu spüren.

Ok, am Ende hat es nicht gereicht, das Spiel zu drehen. Aber egal – wenn die Mannschaft es schafft, da in Bochum anzuknüpfen, dann holen wir da was. Ich habe das Gefühl, notwendige Eckpfeiler wie Schachten und Gonther kommen zurück zur alten Form. Dazu Buchtmann mit aufsteigender Tendenz. Ich hoffe, diese drei bleiben jetzt verletzungsfrei und können den Rest dann mitziehen.

Ich würde mich freuen, wenn Meggle gegen Bochum denjenigen vertraut, die in der zweiten Hälfte das Ruder fast rumgerissen hätten. Vielleicht nicht mit zwei Stürmern, aber bitte ohne Alushi und mit Budimir im Sturm. Apropos Alushi … kann mir jemand sagen, warum er immer noch mit einem Verband am Unterarm rumläuft? Versteckt er da was? Und was ist eigentlich mit Kringe?

 

zu wenig

•November 24, 2014 • Schreibe einen Kommentar

Wieder so ein Tag, an dem nichts geht. Verdiente Niederlage. Aber als ob das nicht reicht, tritt uns Daniel Frahn auch noch einen der besten Spieler kaputt. Da nützt es auch nicht, dass er sich auf seiner Facebook-Seite oder über die Presse entschuldigt. Ich kann nicht verstehen, dass man bei einem Spielstand von 2-0 an der Aussenlinie so reingeht. Und noch weniger kann ich verstehen, dass Manuel Gräfe den Leipziger Kapitän nicht vom Platz schickt.

Und dann die Gegentore. Solche Dinger fallen in der Häufigkeit ja nichtmal an der Spielekonsole, da die Kunden sich dann beschweren würden, dass das Spiel unrealistisch ist. Komplette Aussetzer ganzer Mannschaftsteile. Unfassbar. Und dann kommt auch Pech dazu. Gab es überhaupt eine TV-Einstellung, auf der klar zu sehen ist, dass der Ball über der Linie war, bevor ihn Frahn mit der Hand spielt?

Ich bin ehrlich gesagt auch völlig ratlos, wie es weitergeht. Unabhängig von der individuellen Klasse der Gegenspieler scheint uns jeder Gegner in Sachen Körpereinsatz und Laufvermögen komplett überlegen zu sein. Dazu habe ich den Eindruck, auch gedanklich ist das Team nie ganz auf der Höhe. Denn die meisten „zweiten Bälle“ gehen an den Gegner. Da wäre ich aber wieder beim Thema des letzten Blockeintrages. Fitnesstraining, Vorbereitung, ……

Ich hoffe, Meggle schafft es, aus diesem Trupp von Individualisten schnell ein Team zu fertigen. Gibt es Trainingskibitze, die etwas zum Auftreten von Görlitz und / oder Trybull auf dem Trainingsplatz sagen können? Es muss ja einen Grund haben, dass die so weit draussen sitzen.

Mein Team für den Abstiegskamp sehe so aus:

Himmelmann

Schachten – Sobiech – Gonther – Halstenbeck (Buballa)

Kurt – Kringe (Trybull)

Görlitz – Daube – Buchtmann

Budimir

Oder ist Kringe auch verletzt? Ich verlier langsam den Überblick. Und ja – Görlitz. Ich möchte den mal wieder von Beginn an sehen und nicht als Einwechselspieler, wenn alles vorbei ist.

 

 

JHV

•November 19, 2014 • Schreibe einen Kommentar

Es war wieder Jahreshauptversammlung. Viele haben bereits drüber geschrieben. Und viel habt ihr sicher auch schon drüber gelesen. Daher nur kurz einige wenige Einwürfe von meiner Seite.

Zuerst meinen Glückwunsch an das neue Team um Oke Göttlich. Ich bin guter Hoffnung, dass sich da eine gute Truppe gefunden hat.

Aber der Reihe nach. Es beginnt mit den Berichten und hierbei startete das alte Präsidium. Stefan Orth hatte sichtlich schwer daran zu schlucken, dass er nicht wieder aufgestellt wurde. Da helfen auch alle Betonungen, dass man ohne Groll scheide, nichts. Etwas verwundert war ich über die Sicht, die das Präsidium in der eigenen Wahrnehmung auf die Vergangenheit hat. Ja – es wurde viel geleistet und man kann auch Danke sagen. Aber es war sicher nicht alles Gold, was glänzt. Man denke nur an den Jolly Rouge. Auch der Stadionumbau wurde mir etwas zuviel gelobt, denn angeschoben haben das andere Leute.

Zum Bericht des Kassenprüfers will ich nicht viel sagen, dazu komme ich später noch einmal.

Dann der Bericht des Aufsichtsrats. Marcus Schulz versuchte es möglichst diplomatisch zu vermitteln, warum der AR diesen Schritt gegangen ist. Es wurde durch die Blume geäußert, dass man keine schmutzige Wäsche waschen will und daher auf harte Fakten verzichtet. Leider haben das so einige Fragende nicht verstanden. Schulz hat meiner Meinung nach das Beste aus der Situation gemacht und hat sich zum Glück nicht aus der Reserve locken lassen. Auch wenn ihm das bei der späteren eigenen Wahl wohl einige Stimmen gekostet hat. Man darf bei der Diskussion auch nie vergessen, dass das Präsidium Orth so nicht wieder zu haben gewesen wäre, da zwei Mitglieder ausgeschieden sind. Und ich sage mal so – es isnd nicht gerade die Stärksten Mitglieder geblieben.

Die restlichen Tagesordnungspunkte möchte ich überspringen, da in meinen Augen nichts wesentliches passiert ist. Interessant wurde es dann wieder bei den Wahlen. Hier hat Oke Göttlich ein sehr gutes Ergebnis eingefahren und auch sein Team ist locker durchgegangen – wenn auch mit unterschiedlicher Stärke.

Interessant wurde dann die Vorstellung der AR-Kandidat_innen. Begonnen hat Uwe Doll, der es geschafft hat, sich um Kopf und Kragen zu reden. Wie das einem so erfahrenen Kandidaten passieren kann, ist mir ein Rätsel. Nach und nach haben sich dann weitere Kandidaten vorgestellt und vereinzelt gab es noch Rückfragen. Eine wichtige war meiner Meinung nach Dr. Kai Scharff gestellt worden. Er war ja bisher Kassenprüfer und im Falle einer Wahl würde dieser Posten vakant werden. Und trotzdem gab es hier kaum Vorbereitungen, sondern lediglich einen kurzfristigen Eilantrag. Ich frage mich, warum ihm selbst das nicht früher aufgefallen ist. Schon bei seiner Entscheidung, sich aufzustellen, hätten geeignete Ersatzkandidaten besucht werden können. Diese Frage wurde ihm dann auch gestellt. Eine klare Antwort gab es darauf meiner Meinung nach nicht. Aber es scheint viele nicht gestört zu haben, da er trotzdem 340 Stimmen erhalten hat. Ich hingegen frage mich, wie jemand ein Präsidium kontrollieren will, der noch nicht einmal die eigenen Abläufe im Griff hat. Die Folgen seines (in meinen Augen) nachlässigen Handelns sollten wir später am Abend noch spüren.

Aber zuerst wurde das Wahlergebnis verkündet. Meine Gratulation an Sandra, Roger, Gerrit, Sönke, Marcus und Karsten. Damit sind auch meine vier Favorit_innen in den AR eingezogen.

Zwischendurch gab dann noch einige Anträge, wobei hier Uwe Doll eine weiter Schlappe einstecken musste. Es war nicht sein Tag. Die Abstimmungen als solche waren recht unspektakulär.

Dann wurde ein_e zweite_r Kassenprüfer_in gesucht. In diese Notlage wurde der Verein ja nunmal fahrlässig gebracht. Leider – denn es hätte wahrscheinlich fachlich gut passende Interessenten gegeben, wenn es etwas Vorlaufzeit gegeben hätte. Diese Interessenten waren aber ohne Rücksprache mit Familien und Kanzleipartner nicht in der Lage, eine solche Entscheidung spontan zuzusagen. Stattdessen gab es zwei Meldungen aus der Mitte der Versammlung. Nicht gegen die Kompetenz der Personen, das kann ich nicht wirklich beurteilen. Aber ich habe nicht das Gefühl, eine gute Wahl getroffen zu haben. Mit mir hatten dies wohl viele – die Abstimmung war in meinen Augen recht knapp und wäre fast in die Hose gegangen. Ich hätte mir angesichts der Männerhoheit im Verein auch gewünscht, dass bei zwei Kandidaten, die kaum zu beurteilen sind, die Frau genommen wird. Aber dies wurde anscheinend verhindert.

Inzwischen hatten sich die Reihen gelichtet. Es blieb noch ein Antrag zu Olympia. Inhaltlich wurde hierzu schon fast alles gesagt, die Beweggründe kann ich gut nachvollziehen. Aber damit endet auch mein Verständnis. Und gar kein Verständnis habe ich, wenn man bei der Uhrzeit und den wenigen Leuten im Publikum die ganze Antragsstellung so in die Länge zieht. Der Antrag wurde doch vier Leuten gestellt. Kann es tatsächlich sein, dass die anderen drei noch schlechtere Redner sind? Oder nach welchen Kriterien wurde der Vortragende ausgewählt? Ich hatte auch nicht das Gefühl, dass er gut vorbereitet war.

Zum Glück wurde dieser Antrag dann mit großer Mehrheit abgelehnt.

Fazit; Am Ende zog es sich dann doch noch wie ein Kaugummi. Zeitdiebe sag ich nur. In Summe aber ein gutes Ergebnis, wie ich finde.

p.s. Das CCH ist ne Katastrophe. 14 Euro parken (zum Glück war Sonntag und umzu viel frei) und 5 Euro für eine Stunde WLAN. Die haben doch den Schuss nicht gehört.

Nur Pech?

•November 14, 2014 • 3 Kommentare

Wieder ein Langzeitverletzter. Diesmal ist es Nöthe. Und auch Schachten hat schon wieder Probleme. Bin ich alleine mit dem Gefühl, dass das doch nicht alles nur Pech sein kann?

Ich bin natürlich kein Fachmann und ich weiß auch nicht, wie trainiert wird. Und selbst wenn ich letzteres wüsste, könnte ich es kaum beurteilen. Aber mein Physiotherapeut (der selbst lange im Profi-Baskettball gearbeitet hat) hat da eine klare Meinung.

Er fragt mich immer nach meinem Verein und was es neues gibt – und ich berichte regelmäßig von den verschiedenen Blessuren unserer Spieler …. und ich kriege immer die gleiche Antwort …. „schon wieder? Die sind nicht Fit und schlecht trainiert .. “

Klar – auch er kann das nicht Wissen, ob es tatsächlich so ist oder ob nicht nur eine unfassbare Menge Pech im Spiel ist. Ich / wir spekulieren nur. Aber was bleibt, ist dieses komische Gefühl. Und das Gefühl, dass andere Mannschaften uns oft in Fitness und Spritzigkeit überlegen sind.

Endlich Haare

•September 3, 2014 • Schreibe einen Kommentar

Nun ist es also passiert. Ein Trainer ist weg, ein neuer Trainer ist da. Diesmal sogar mit Haaren. Der Verein versucht also mal was Neues. Da ich ja einer derjenigen war, die den „Kopf“ des Trainers gefordert haben, müsste ich jetzt ja zufrieden sein. Bin ich aber nicht.  Bei dem Verlauf  muss man meiner Meinung nach eigentlich die komplette sportliche Führung in Frage stellen.

Der Hauptfehler war, mit Vrabec nach der Rückrunde überhaupt in die Saison zu gehen. Dann verlängert man erst mit Meggle für die U23 und wenige Tage danach schmeisst man Vrabec doch raus und präsentiert Meggle als neuen Trainer für die erste Mannschaft. Sorry, aber souverän sieht anders aus. Aber da in Kürze ja auchVeränderungen im Präsidium anstehen, wäre ein kompletter Wechsel der sportlichen Führung jetzt sicher zu früh. Ich hoffe einfach mal, dass ich mich irre und das Ganze tatsächlich keine Kurzschlusshandlung ist.

Dazu kommt, dass ein Trainerwechsel immer einen Nachgeschmack hat und für mich nie ein freudiges Ereignis sein kann.

Und nun also Meggle.

Pro:
Kennt die Mannschaft
Herzblut
Motivator
Fachlich Top

Kontra:
Bereits nah am Verein, kein Blick von Außen auf bisherige Fehler
Keine Zweitligaerfahrung als Trainer
Hinterlässt eine Lücke in der U23
Irgendwann in fener Zeit wird man sich trennen – das macht jetzt schon Angst

Leichte Befürchtungen bleiben zwar (heute morgen hatte ich eher ein „verheizen“ im Kopf), aber nach einen Tag nachdenken glaube ich, das er es schaffen kann. Wenn die Mannschaft ihm jetzt folgt und sich reinhaut. Am besten gleich im nächsten Heimspiel gegen 1860. Und danach ein Aufbruch in eine laaaange Ära Meggle. Meine Unterstützung ist ihm Gewiss, Zeit soll er auch gerne bekommen.

Roland Vrabec wünsche ich trotz meiner Rücktrittsforderung natürlich viel Erfolg bei seinen weiteren Wegen. Das persönliche muss man hier ganz klar vom sportlichen Trennen. Und die Mannschaft hat ihn auch ziemlich hängen lassen. Diese ist nun gefordert – die Zeit der Ausreden ist vorbei. (Jaja, 5,- Euro ins Schwein)

Spielanlage und Moral

•September 1, 2014 • Schreibe einen Kommentar

Spielanlage und Moral? Was wirft man ein, wenn nach einem solchen Spiel diese Worte in der PK fallen? Für mich ist das Ding durch. Mal ehrlich – die haben doch gegen den Trainer gespielt. Ok, ich weiß, sowas macht (fast) keiner bewusst. Aber zugehört hat ihm wohl auch keiner. Da ist doch keine Zusammenarbeit mehr möglich.

Jetzt ist Länderspielpause und Azzouzi sollte jetzt ne Alternative haben. Wenn nicht, wäre ich dafür, seinen Posten gleich mit zur Diskussion zu stellen.

Mein Favorit wäre Moritz Lichte. Der hat mir als Co-Trainer sehr gut gefallen und ist wohl Vereinslos, wenn ich richtig gesehen habe. Auch einen Büskens könnte ich mir vorstellen – obwohl er durch seine letzte Absage (und die Hinhaltetaktik) viel Kredit verspielt hat. Aber ich glaube, der ist ein Motivator – und so einen könnten wir brauchen. Jemand, der die Spieler wieder stark redet – wie Stani in guten Zeiten.

Den wiederum will ich nicht sehen. Die Ära ist vorbei. Und auch Meggle will ich nicht als Trainer der ersten Elf. Das wäre für ihn zu früh. Und: Als Trainer einer Profimannschaft ist man doch immer nur auf Zeit da – dafür ist mir Meggi zu Schade.

P.s. Verdient hätte die Truppe eigentlich Ede Geyeroder Werner Lorant  in besten Zeiten.